Ricarda's Needlework

Schock in der Abendstunde …

Posted in everyday life by ricardaknits on 2012/04/26

Schock in der Abendstunde …

Gestern Abend … einfach so … mein Fahrrad und ich endeten beinahe als Kühlerfigur auf einer Limosine … Ohne Übertreibung. Ich brauchte wirklich eine Weile, bis ich mich wieder beruhigt hatte, zumal der Autofahrer sich offensichtlich im Recht fühlte und ich und mein Fahrrad in seinen Augen vermutlich richtige Verkehrsrowdies sind. Er machte sogar den Scheibenwischer in meine Richtung! Sich erst falsch verhalten und dann auch noch meckern und durch diese ungezogene Geste dem anderen die Fehlverhalten suggerieren! So etwas liebe ich ja!

Dabei sollte er sich mal die Straßenverkehrsordnung bezüglich des Verhaltens im Kreisverkehr durchlesen. Wenn es nämlich nach der STVO geht, habe ich mich komplett richtig verhalten, habe rechtzeitig in alle Richtung geschaut, habe rechtzeitig die Richtungsänderung angezeigt, war bereits im Kreis! und er hätte mir die Vorfahrt gewähren müssen!!! Seine Sicht war nicht eingeschränkt, ich hatte bereits den ersten Teil der Straße bis zur Insel, die beide Fahrbahnen teilte überquert und befand mich mit dem halben Vorderrad bereits auf dem zweiten Teil der Fahrbahn. Ich bin langsam gefahren! Ergo selbst nach nochmaligem Nachdenken habe ich keinen Fehler begangen! Oh, Moment, doch, ich habe mich darauf verlassen, dass jeder Verkehrsteilnehmer die Regeln kennt. Andererseits … wenn einige nicht einmal blinken, wenn sie aus dem Kreis fahren, dann war und ist meine Annahme wohl eine utopische.

Wie war das mit der Rücksicht?

Es ist zwar nichts passiert, aber als Radfahrerin hätte ich den Kürzeren gezogen, ich hätte die Verletzungen gehabt und mein Rad Totalschaden.

Eine Nacht darüber zu schlafen hat auf jeden Fall gutgetan. Es wirkte gestern alles ein weniger knapper als heute. Auf jeden Fall passte das Erlebnis gestern zu Beobachtungen, die ich in den vergangenen sieben bis zehn Tagen gemacht habe und die mich immer mehr davon überzeugen, dass jedem eine Auffrischungen in Sachen STVO guttut.

Nehmen wir zum Beispiel meine Gattung, die des Radfahrers. Ich schimpfe in letzter Zeit – das heute ist eher die Ausnahme – in der Regel über andere Radfahrer. Über ältere Herren auf Rädern, junge Männer auf Rädern, Damen in meinem Alter auf Rädern etc. Warum? Sie kennen die Regeln nicht oder vergessen sie! In Stralsund scheint es modern zu sein, gegen die einfachsten Regeln im Straßenverkehr zu verstoßen. Da hat man auf einem schmalen Radweg plötzlich Gegenverkehr, obwohl auf der anderen Straßenseite ein eigener Radweg existiert.Herausfordernd provozierend wird man angesehen, dabei fährt man auf der rechten Seite, im doppelten Sinne. In Unregelmäßigen Abständen steht an einigen Stellen die Polizei und kontrolliert die Radfahrer, verteilt sogar Bußgelbbescheide, weil sich im Straßenverkehr falsch verhalten wurde. Dann ist nicht etwa Ruhe und trotz der Berichte in der lokalen Zeitung ändert sich nichts. Im Gegenteil! Es scheint egal zu sein!

Wenn dann in der gleichen Zeitung eine Statistik auftaucht, dass Radfahrer immer stärker zu den gefährdeten Teilnehmern im Straßenverkehr gehören, die Zahl der Toten leider ansteigt und über Helmpflicht diskutiert wird, sollte lieber auch in die Waagschale geworfen werden, dass auch der Radfahrer Unterweisung in der STVO braucht! Unzwar dringend!!!

Da wird man geschnitten, beim Abbiegen wird nicht die Richtung angezeigt, geschweige denn ein Blick über die Schulter geworfen. Verkehrsschilder werden ignoriert, obwohl deutlich zu lesen ist: “Radfahrer bitte Absteigen.”

Ich bin gerade so etwas von wütend, nicht wegen des Autofahrers, sondern wegen der Zahl an widrigen Verhaltensweisen meiner Gattung im Straßenverkehr, dass ich am liebsten den Vorschlag unterbreiten würde, häufiger die Radfahrer zu kontrollieren, mit dem Strafgeld auch eine Aufforderung zuzustellen, dass an einer Verkehrsbelehrung teilzunehmen ist, im schlimmsten Fall, die Fahrräder zu konfiszieren und neue nur dann an den Konsumenten abzugeben, wenn wenigstens ein Grundverständnis der Straßenverkehrsordnung nachgewiesen werden kann. Am besten das Abholen des Fahrrads mit einem Besuch im Verkehrsgarten verbinden!

Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein, sich daran zu halten, dass man auch als Radfahrer keinen Freibrief hat und auch als Radfahrer Teilnehmer am Straßenverkehr ist!!!

Natürlich ist das alles sinnfrei, was ich hier schreibe. Mehr oder weniger. Allerdings finde ich es nach wie vor ungerecht und unangebracht, dass man sich als “junge” Radfahrerin auf der richtigen Seite von einem “alten” Radfahrer, der einem entgegenfuhr, dumm kommen lassen muss!

“Mach den Weg frei und fahr gefälligst an die Seite! Wir haben wir Rechtsverkehr!” In der Tat, was machte er dann auf seiner linken Seite? Herrliche Sache das.

Ach ja und vor gut fünf/sechs Tagen fahr ich mit meinem Liebling in aller Ruhe eine gerade Strecke auf dem Radweg entlang, auf der linken Seite ein Supermarkt, auf der rechten Seite ein Supermarkt. Wir achten auf den rechten Supermarkt, da hier auch eine Parkplatzausfahrt ist und der eine oder andere Autofahrer gerne die Radfahrer übersieht und daher den Radweg blockiert, da kommen von links fünf junge Damen auf dem Rad, die vom linken Supermarkt rasch mal zum rechten Supermarkt wollen und schneiden uns komplett! Klasse! Sind nicht mal darüber bewusst, dass sie auch hier hätten warten müssen oder gar absteigen! Ja Stralsund entwickelt sich zum Radfahrer-Chicago.

Daher plädiere für Verkehrsunterricht für Radfahrer!!!!!!!! Noch besser! Häufigere Kontrollen seitens der Polizei und dann bitte bei Mehrfachsündern härter durchgreifen. Telefonieren beim Radfahren, Musikhören beim Radfahren! Ehrlich? In meinen Augen ist das ein Grund fürs Konfiszieren des Rades und Einstampfen als Altmetall!

“Maria in der Spinnstube”

Posted in knitting, scene by ricardaknits on 2012/03/04

“Maria in der Spinnstube

Könnt ihr euch noch an diesen Beitrag von Tina erinnern? “Strickende Madonnen”? Wenn ja wunderbar, wenn nein, noch mal lesen. ;)

Jedenfalls war ich sehr sehr überrascht, als ich gestern in Wismar in die Heiligen-Geist-Kirche des dortigen Spitals gegangen bin und vor einem wunderbaren Fenster stand. Glasmalerei (Vitrail-Malerei) aus dem Ende des 14. /Anfang des 15. Jahrhunderts. Beeindruckend zumal es das einzige Vitrail-Fenster ist Wismars ist, welches die Jahrhunderte überdauert hat. Beeindruckend, weil die Farben nach wie vor so leuchtend und klar sind, als seien sie gestern erst angerührt worden. Beeindruckend, weil alle anderen Glasfenster aus St. Marien, woher das Fenster ursprünglich stammt, schon im 17. Jahrhundert durch eine Pulverturm-Explosion zerstört wurden. Beeindruckend, weil das Fenster 1943 ausgelagert wurde und am Ort der Auslagerung den Krieg unbeschadet überstanden hat.

St. Marien wurde im Zweiten Weltkrieg, kurz vor der Kapitulation, während ein Luftbombardement Wismars zerstört. Nur der Turmbau samt Turm steht noch. Das Fenster hat seinen neuen Aufbewahrungsort in der Heiligen-Geist-Kirche gefunden.

Und warum schreibe ich das alles? Eine Glastafel in diesem Fenster zeigt etwas Wunderbares. Die Verkündigung in der Spinnstube. Und was macht Maria? Sie spinnt nicht etwa, sondern sie strickt.

Richtig schön mit Nadelspiel strickt sie am Ärmel für das Jesuskleidchen. Ein Korb mit Wolle steht auch in der Nähe. Was die anderen Damen machen, kann ich nicht erkennen, bzw. zuordnen, was sehr schade ist. Ob Kunsthistoriker dazu bereits gearbeitet haben, habe ich nicht recherchiert. Wäre sicherlich interessant zu wissen, ob in den Buch, auf welches Tina in ihrem Beitrag hinweist, auch die “Strickende Madonna” von Wismar auftaucht. Tolle Sache. Natürlich erinnert das Motiv sehr sehr sehr stark an die Strickende Madonna des “Altar-Tryptichons”, den “Meister Bertram aus Minden” für “das Benediktiner-Nonnenkloster in Buxtehude” schuf. Der geniale Gästeführer – unterhaltsam, kompetent, charmant und eloquent – sagte, dass das Fenster knapp 30 Jahre nach jenem Triptichon entstanden ist. Laut Flyer der Heiligen-Geist-Kirche war das um 1400. Von wann ist eigentlich das Triptychon? Eines weiß ich genau: Meine strickenden Damen werden begeistert sein, wenn ich ihnen morgen im Kurs das Bild zeige.

"Maria in der Spinnstube"

"Maria in der Spinnstube"

Stralsund strickt

Posted in everyday life, knitting, scene by ricardaknits on 2012/02/22

Stralsund strickt

 

Vor gut einer Woche, um genau zu sein am 14. Februar, stand im überregionalen Teil der Ostsee-Zeitung ein kleiner Artikel über das Stricken. Nun schon der dritte, wenn ich richtig gezählt habe.

“Stricken kommt wieder in Mode” ist nun endlich auch an der Küste angekommen und im Artikel heißt es, dass die VHS der Landeshauptstadt im vergangenen Herbst einen Kurs ins Programm aufgenommen hat. Schwerin hat endlich nachgezogen, kann man da nur sagen.

Ich hasse Eigenwerbung, doch ohne die scheint ja nichts mehr zu gehen: Im vergangenen Herbst gab es an der VHS in Stralsund bereits den 2. Strickkurs. Irgendwie freue ich mich, dass wir da ein Semester früher am Ball waren und mein Name da ins Spiel kam. Wie gesagt, ich mag Eigenwerbung überhaupt nicht. …

Natürlich ist Stricken wieder in, allerdings schon seit mehreren Jahren. Und seit mehreren Jahren geht der Trend auch vom formlosen Sacking zur figurbetonten Mode. Stricken ist schick und es ist eigentlicht traurig, dass dieser Trends erst wieder aus dem Ausland zu uns kommen musste – zumindest gefühlt.

Aber zur Rubrik Stralsund strickt. Im heutigen Ostsee-Anzeiger ganz versteckt und dennoch auf der Titelseite war zu lesen, dass auch der Frauentreff Sundine in Stralsund einen Stricktreff ins Leben gerufen hat. Er hat heute begonnen. Damit springt auch der dritte Anbieter von Kursen auf den Strick-Zug auf. Linda Wellmann natürlich mit an erster Stelle, denn in ihrem wunderbaren Strickladen “Der Wollladen”, in der Ossenreyer Straße 49 (Ost-West-Passage) trifft man sich dreimal die Woche, plaudert und strickt und lernt sowohl an Fingerfertigkeit wie auch an Erfahrung dazu. Das Schöne am Stricken: Man kommt rasch ins Gespräch und sei es auch nur, dass der Fragende dem Strickenden erklärt, das Hobby nie gemeistert zu haben bzw. lieber zu häkeln, obwohl die Mutter oder Großmutter es hatte lehren wollen.

Stralsund strickt und das ist gut. Seit Montag läuft an unserer VHS der Strickkurs “Stricken ist wieder In! (III)” Wohl gemerkt … Dritte Ausgabe und wieder sind sieben Teilnehmerinnen zusammengekommen und wollen sich kreativ verwirklichen. Da wir uns alle bereits gut kennen, gibt es auch keine Berührungsängste. Ich habe seit Herbst sogar den Eindruck, dass es gar nicht mehr wichtig oder störend ist, dass ich als Leiterin die Jüngste in der Runde bin.

Meine Teilnehmerinnen sind auf unterschiedlichem Strick-Niveau, so trifft der Anfänger auf den routinierten Strickenden und umgekehrt. Es gibt immer etwas zu erzählen und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Es macht einfach Spaß, den Kurs zu leiten und meinen sehr interessierten und tatsächlich auch hoch konzentrierten Teilnehmerinnen bei ihren Projekten unter die Arme zu greifen, ihnen neue Möglichkeiten zu eröffenen, die Freude am Stricken mit auf den Weg zu geben und nicht nur das, sondern zu sehen, wenn wieder eine Hürde gemeistert wurde. Stolz präsentierte mir eine der Anfängerinnen am Montag Schal und Mütze, die sie im letzten Kurs begonnen hatte und mit viel Geduld zuende brachte.

Das Projekt, von dem Ravelry bereits weiß, werde ich hier demnächst auch vorstellen. Wir hatten uns im letzten Kurs mit drei Teilnehmerinnen darauf geeinigt einen Pullover nach einer ONLine-Anleitung zu fertigen. Es soll ein Kimono-Pullover werden, bei dem der gesamte Körperbereich in einem Stück gefertigt wird. Abschließend, nachdem die Seiten-/Ärmelnähte geschlossen wurden, werden sowohl Kragen als auch Bündchen angestrickt. Klingt einfach und ist es auch für den routinierten Stricker und die routinierte Strickerin. Kompliziert wird es für jemanden, der noch nie mehrere Maschen auf einmal im Prozess des Strickens aufgenommen hat. Am Pullover kann man die unterschiedlichen Arten der Maschenzu- und -abnahmen erklären, zeigen und schließlich auch anwenden. Zudem ist das Ganze auch ein Geduldspiel, denn bei über 250 Maschen auf den Nadeln kann so mancher Geduldsfaden reißen. Wenn der Kimono-Pullover, zumindest meiner, denn als Leiterin habe ich mich dazu “verdonnern lassen” diesen mitzustricken, werden natürlich Bilder kommen. Aber ich warne gleich: Sie werden Apfelgrün. ;)

Stralsund strickt. Und das ist gut. Aber die Frage ist, ob sich dieser Trend auch im Sommer fortsetzen wird, an der Küste, ob unsere strickende Bevölkerung den Mut aufbringt, im Café Nadel und Garn auszupacken und “draufloszunadeln”. Im Zug gelingt es mir jedenfalls schon recht gut, die Nadeln glühen und das Gespräch ist rasch da.

“Meine Mutter hat gestrickt und es immer versucht, mir beizubringen. Aber ich wollte es nie lernen, aus Trotz. Jetzt bin ich zu alt”, erklärte mir eine Frau Ende fünfzig, die mit ihrer Enkelin auf Reisen war. Meine Reaktion: “Versuchen Sie es doch, wenn Sie Interesse haben und es wirklich wollen, dann setzt das Alter keine Grenze.” Naja, die Wege trennten sich dann, als sie und ihre Enkelin ausstiegen.

Neugierde und Interesse sind immer vorhanden. So ertappe ich mich bei jedem Schaufensterbummel dabei, dass ich vor gestrickten Sachen stehen bleibe, sie genau mustere und mich fragen, wie wurde das gemacht? Die meisten zu kaufenden Stricksachen sind rasch enttüftelt. Grobe Maschen, grobe Zöpfe, schlichter Schnitt, schlichtes Lochmuster, das ein dutzend Mal gesehen wurde, richtig raffiniert ist – meiner Erfahrung nach – eigentlich das, was man selbst arbeitet. Ein Touch Individualität macht jede Stricksache zu etwas ganz Besonderen, zu einem Unikat.

Also: Ran an die Nadeln. Auch für den Sommer gibt es schöne Dinge, die von den Nadeln hüpfen können.

 

Sassnitz – im Winter

Posted in away-day, everyday life by ricardaknits on 2012/02/06

Sassnitz – in Winter

Wenn ich mir den diejährigen späten Januar und frühen Februar ansehe, fällt mir wie von selbst ein Gedicht von Matthias Claudius ein:

Der Winter ist ein rechter Mann
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.

Er zieht sein Hemd im freien an
und läßt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-

Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.

 

Matthias Claudius wusste schon, wovon er schreibt. Die Temperaturen zeigen doch gerade, wie hart und unerbittlich der Winter sein kann. Als der Wetterbericht vor einigen Wochen diese sibirische Kälte androhte, war mein einziger Gedanke … Autsch, das wird hart, da doch kein Schnee liegt. Mit Schnee lässt sich alles ein wenig leichter ertragen, mit Schnee und mit Sonne. Natürlich im Idealfall. An Tote dachte ich nicht und auch nicht an andere schreckliche Begleiterscheinungen, die Eis und Schnee und anhaltende Temperaturen weit unter dem Null-Punkt mit sich bringen könnten.

Nach den dunklen Tagen im Dezember und Januar. Als sich der Winter in unseren Breitengraden von seiner nicht gerade schönen Seite zeigte, ein Regenhusch den anderen jagte, die Sonne uns zu vergessen haben schien und Nebel sich wie eine Dunstglocke über die Region legte, da kamen mir Sonne und Kälte gerade recht. Am Morgen genau zu wissen, dass man Ziebelschichten auf dem Körper braucht, Handschuhe, Schal und Mütze den Aufzug erst komplettieren, die dicken Stiefel gut eingefettet die einzig richtige Wahl sind und man beim ersten Schritt vor die Tür nicht erst rätseln muss, ob es Winter, Herbst oder Frühling sind, hat seine Vorteile. Wenn man im Restaurant genau weiß, dass heiße Schokolade, heißer Tee oder heißer Sanddornsaft zur Auswahl stehen und ein Blick in die Karte gar nicht notwendig ist, macht den Besuch einer solchen Lokalität um Längen entspannter. Die Hauptsache ist: Das trübe Wetter hat sich endlich entschieden und zeigt ein wenig Konformität. Sobald die Sonne herauskam, lebte ich förmlich wieder auf. Ich bin ein Sommerkind. Ich bin ein Löwe. Ich bin ein Küstenkind. Und ich brauche Licht.

Licht ist etwas Wunderbares. Wenn Weihnachten vorbei ist und am 07.Januar sämtliche Lichter der Weihnachtszeit verschwunden sind,

wird einem erst so richtig bewusst, dass der lange Winter erst begonnen hat. Sicher: Die Tage werden bereits länger, doch man merkt noch nicht wirklich etwas davon. Man sehnt sich nach Licht und was das Faszinierende an der Sache ist, es geht den meisten Menschen so. Es ist erstaunlich, wie gut besucht Ausflugsziele am Wochenende sind, wenn trotz Schnee, Eis und Kälte die Sonne ihre dominierende Rolle spielt.

An diesem Wochenende kam ich nicht zum Stricken, da ich mit meinem Herz einen Ausflug nach Sassnitz gemacht habe. Eine atemberaubende Kulisse. Am frühen Nachmittag brachte uns der Zug von Stralsund über Lietzow nach Sassnitz. Wir fuhren durch Schneeschauer und fürchteten schon, dass der Ausflug keine gute Idee sein würde, bis wir in Sassnitz den Zug bei herrlichem Sonnenschein verließen. Wir wanderten durch den Schnee, am Hafen entlang, über den wir am Sonntagabend hörten, er und der benachbarte Hafen von Mukran seien die einzigen eisfreien Häfen, im Gebiet von Vorpommern. Nunja, ich erinnere mich an Eisschollen im Sassnitzer Hafen und auch daran, dass sie sich leise bewegten und nur Möwen sich auf ihnen halten konnten. Eisfrei ist relativ, dachte ich mir. Wir wanderte den Hafen entlang und dachten uns, eine heiße Schokolade müssen wir uns erst verdienen und maschierten promt die längste Außenmole Europas ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sassnitzer Außenmole misst sage und schreibe 1450 Meter! Hin und zurück sind wir also gut 3 Kilometer gelaufen, von denen der Rückweg eine wahre Tortur war. Gegenwind, der ins Gesicht peischt und keine Ruhe lässt. Die Mauer, die die Außenmole gen Norden von der offenen See trennt, war teilweise zentimeterdick vereist. Das Leuchtfeuer am Ende trug einen Eispanzer. Die Wolken, die im Hintergrund mit Schneeschauern drohten, drohten nur und verschwanden auch

wieder. Die Sonne zeigte sich auch beim Untergehen von ihrer schönsten Seite.

 

Es war ein wunderschöner Tag.

 

“OZ – Ostseezeitung”

Posted in everyday life by ricardaknits on 2012/01/09

OZ Magazin

“Die Seiten für Familie und Freizeit”

Allmählich würde ich sagen, dass das Schicksal seine Hände im Spiel hat, denn erst erschien am 30. November 2011 ein großer Artikel übers Stricken im überregionalen Teil unserer Zeitung (OZ – Ostseezeitung! Nicht zu verwechseln mit dem OZ-Verlag.). Das Thema war gar nicht so spektakulär. Es ging einfach nur ums Stricken von Zöpfen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Winter vor der Tür stand und sich alles und jeder auf ähnliche Witterungsverhältnisse eingestellt hatte, wie die vergangenen zwei Winter es uns vorgemacht hatten, war es kein Wunder. Es lag und liegt auf der Hand, dass eine Tagespresse in ihrem Magazin, welches jeder Wochenendbeilage und jedem Mittwoch beigefügt wird, den anhaltenden Stricktrend aufgreift und eine entsprechende Plattform gibt.

Leider hatte mein Kurs nur zwei Tage zuvor aufgehört, sodass ich diesen Artikel nicht mehr mitbringen konnte und er demnach in den am 20. Februar startenden Kurs einfließen wird.

Umso erstaunlicher finde ich, dass diesem großen Artikel bereits am 04. Januar im gleichen Magazin ein zweiter Artikel folgte. Dieses Mal ging es um das Stricken von Wohnaccessoires und wie man Modische Maschen auch im alltäglichen Wohnumfeld umsetzen kann. Ich stricke ja wahnsinnig gerne Decken in allen Variationen. Dabei ist es mir herzlich egal, ob sie für ein Baby, eine Couch oder zum Schmusen sind. Es ist mir auch egal, ob sie in einem Zug durchgestrickt wird oder am Ende die einzelnen Patches zusammengenäht werden müssen. Alles hat seine Vor- und seine Nachteile. Es wird sicherlich auch ein Hingucker sein, Kissenbezüge zu gestalten. Ob man nun die Blumenvase umstricken muss, ist eine andere Frage. Bei Blumentöpfen ist es schon etwas anderes. Wenn ich bedenke, wie kostspielig schöne Übertöpfe sein können, ist eine gestrickte Variante mit Sicherheit eine ganz neue Erfahrungen und kann zum überraschenden Highlight als Mitbringsel werden. Ein einfacher normaler Übertopf ohne Schnörkel und Schnickschnack, diesen hübsch umstrickt und schon hat man, wenn die Topfpflanze auch noch stimmt, ein individuelles Geschenk, was sicherlich in Erinnerung bleiben wird.

Die Tassenwärmer oder Mugwarmer sind ja mittlerweile bekannt und machen wirklich Spaß, wobei sich mir der Sinn dieser hübschen Accessoires noch nicht wirklich erschließt. Warum heißen sie Mugwarmer, dabei schützen sie doch eher unsere Hand vor Verbrennungen? ;) Sie sind schon niedlich.

Dass es auch Bettwäsche in Strickoptik gibt, hat uns ja Tina schon vor einiger Zeit gezeigt. Im Artikel ist sogar von Tapeten in Strickoptik die Rede. Jedem das Seine. Bei einigen Vorschlägen mache ich gerne mit, wie eben Kissenbezüge, Kuscheldecken, Tassenwärmer bzw. “Handschützer” etc. Allerdings hört es bei mir bei Blumenvasen und Tapete auf.

Eine schöne Sache sind diese Artikel dennoch und ich hoffe sehr, dass unsere Presse noch ein oder zwei weitere zum Thema “Moderne Maschen” bringen wird.

 

 

 

Ein gesundes Neues Jahr

Posted in everyday life by ricardaknits on 2012/01/02

Liebe Leser,

 

2012 ist beinahe 48 Stunden alt. Noch ist es nicht zu spät, um allen ein gesundes Neues Jahr zu wünschen und zu hoffen, dass das Jahr ein gutes und schönes werden wird. Begonnen hat es fantastisch, jedenfalls für die Schreiberin dieses Blogs. Ein wundervoller Urlaub ist zwar zu Ende gegangen, doch die Erinnerungen bleiben und die Freude auf die nächsten wunderbaren Erlebnisse begleiten die Erinnerung an die vergangenen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr war die Verfasserin nämlich in Zinnowitz auf Usedom und hat dort am Strand ein atemberaubendes Höhenfeuerwerk miterleben dürfen in Gesellschaft eines wunderbaren Mannes. Ich habe keine Ahnung, ob die Stadt oder das Hotel dieses prachtvolle Feuerwerk finanziert hat und es spielt auch keine Rolle, es war einfach nur fantastisch.

Der Wettergott hatte es gut gemeint. Auch wenn der Silvestertag trübe und trist begann, herrschte am Abend herrlich klare Luft. Der Himmel war sternenklar, die Sicht weit. Etwa zwanzig, wenn nicht gar dreißig Minuten dauerte das Schauspiel. Jedes Mal, wenn man sich sicher war, dass es schöner, höher und prächtiger nicht mehr geht, kam eine Steigerung, bis der Strand endlich wieder in Stille und Dunkelheit gehüllt war.

Dabei war der Anfang dieses Ausflugs gar nicht so berauschend gewesen … Korrektur: Für einige war er mit Sicherheit berauschend, gemessen an den vielen wandelnden “Schnapsleichen”, die wir an diesem Abend gesehen und die uns beinahe um den schönen Anblick gebracht hätten. Nicht gegen den Gebrauch von Alkohol, doch Missbrauch ist kein Vergnügen, weder für denjenigen, der ihn verübt noch für denjenigen, der diesen Akt mit ansehen muss.

Der Start ins Neue Jahr war also mit einem Feuerwerk gepflastert. Anschließend gab es ein kleines Gläschen Rotwein und eine gehörige Portion Pfannkuchen.

Ich wünsche all meinen Lesern ein gesundes Neues Jahr und drücke die Daumen, dass 2012 ein gutes Jahr werden wird, auch wenn Untergangsszenarien in alten mehr oder minder obskuren Kalendarien angekündigt und die Filmindustrie selbige genüsslich auszunutzen verstand. 2012 wird die Welt sicher nicht untergehen … Nostradamus’ Voraussagen gehen schließlich bis ins Jahr 2063, wenn ich richtig informiert bin. Also bleiben uns und der Welt noch einige Jahre, um nicht zusagen: Jahrzehnte.

Ein schönes 2012 Euch allen,

 

Eure Ricarda.

 

 

Kennen Sie Mehmel?

Posted in scene by ricardaknits on 2011/07/02

Kennen Sie Mehmel?

 

Kennen Sie Mehmel? Nein? Noch nie etwas von Friedrich Albert Daniel Mehmel gehört? Wirklich nicht? Keine Panik, das ist keine Bildungslücke, es sei denn, Sie interessieren sich für Orgeln. Was Orgeln angeht, ist meine Bildungslücke ein wahrer Mariannengraben. Zurzeit sind in Stralsund die Orgeltage, noch das gesamte Wochenende. In den Kirchen finden Konzerte statt, Vorträge des Orgelzentrums werden gehalten und man erhält die Möglichkeit über den Tellerrand hinauszublicken und zu erkennen, dass die eigenen kleine, wenn auch schöne, Stadt, in gewissen Kreisen ein fester Begriff ist. In diesem Fall: In Kreisen der Orgelmusik.

Ich habe gestern, am 01. Juli, einen Vortrag über die Stralsunder Mehmelorgel gehört und ich bin mir nach wie vor nicht im Klaren darüber, ob ich wütend sein soll oder einfach nur traurig über das, was mit der Orgel geschehen ist. Es ist eine ähnliche Wut und Traurigkeit, die mich jedes Mal überkommt, wenn Kultur der Vergangenheit mit Füßen getreten wird oder Unverstand, ja Ignoranz in Zerstörung ausarten. Wut – wenn Mutwilligkeit im Spiel ist und Hass. Trauer – wenn die Umstände keine andere Wahl lassen. Es sind etliche Kunstgegenstände in den Kriegen zerstört worden. Meistens waren es gar nicht so sehr die Bomben, sondern das, was nach diesen kam. Wenn ich an die Handschriften denke, so hat nicht einmal der moderne Krieg Schuld daran, dass so viel verschwunden ist, sondern die politischen Konstellationen in den verschiedenen, vor allem dem 19. Jahrhundert. Es würde jetzt zu weit gehen, dass näher zu beleuchten und würde auch ein Handarbeitsblog sprengen, doch möchte ich es erwähnt haben.

Die Mehmelorgel war die dritte große Orgel, die bis 1943/45 in den damaligen drei Stralsunder Pfarrkirchen zu finden war. In St. Marien ist die Stellwagenorgel, in St. Nikolai die Buchholzorgel und in St. Jakobi war die Mehmelorgel. Hier haben sich Barock, Frühromantik und Hochromantik in Sachen Kirchenmusik die Hand gereicht. Ein einzigartiges Klangerlebnis muss es gewesen sein. Die Mehmelorgel war ein Konzertinstrument und wenn man sich das Klangerlebnis auch nur annähernd glaubt vorstellen zu können, so wird die Vorstellung der Realität kaum nahe kommen. Seit einiger Zeit wird mit der Restauration der Orgel geliebäugelt genommen, doch ist man hier noch bei den Vorarbeiten und den Planungen. Wenn es irgendwann einmal so weit sein sollte, dass die Orgel wieder in neuem Glanz erstrahlt, dann hoffe ich auf viele Konzerte in herrlichem Ambiente.

Die Jakobikirche an sich ist ein schönes Gebäude mit einer traurigen Geschichte. Wenn eine Kirche nicht mehr als Kirche genutzt wird, was geschieht dann mit ihr? Wie kann sie einem neuem Verwendungszweck zugeführt werden? In Stralsund wurde aus der Jakobikirche eine Kulturkirche. Zurzeit ist dort eine Hundertwasserausstellung kombiniert mit Gemälden von Hermann van Veen. Unter den ehrwürdigen Gegenständen wie Kanzel und Altar und jenem dunklen traurigen Loch, welches nur noch aus dem Schnitzwerk der Orgel besteht, kann der Besucher Bilder der zwei Künstler betrachten und jedes Mal, wenn der Blick zur Orgel hinaufgeht, jagt es ihm Schauer über den Rücken. Im Mittelalter gab es so etwas wie den horror vacui, die Angst vor der Inhaltslosigkeit oder Leere, in welcher der Teufel sein Zuhause finden kann und könnte. Lückenfüller wurden gebildet, gemalt, geschrieben. Die Leere wurde so aufgehoben und nun existiert in einem ehemaligen Gotteshaus diese düstere, unheilverkündende Leere direkt gegenüber dem Alter. Wie eine Bedrohung lauert im Westteil des Mittelschiffs die Dunkelheit und das Nichts.

Dass dort einmal die Größte der Mehmelorgeln gestanden hat, ist wie ein Traum aus früheren Tagen. Die Orgel wurde 1877 fertiggestellt und während des Zweiten Weltkriegs im Gegensatz zu den Orgeln von St. Marien und St. Nikolai nicht ausgelagert. Man lagerte zwar einzelne Bestandteile des Schnitzwerks aus, das aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammte, doch die Orgel an sich war keine 70 Jahre alt und daher noch – mehr oder minder – neu. Im kalten Winter nach dem Krieg wurden Holzpfeifen verbrannt und Metallpfeifen landeten auf dem Altmetallmarkt. Legierungen waren rar und die Orgel war mit ihren insgesamt 3919 Pfeifen ein schier unerschöpfliches Reservoir.

Die schön geschnitzte und farblich gestaltete Rückwand wicht 1951, als der Gustav-Adolf-Saal gebaut wurde. Der Unterboden ist noch vorhanden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, nie einen Blick nach oben geworfen zu haben. Allgemein muss ich sagen, dass ich von all unseren Kirchen die Jakobikirche am wenigsten kenne, umso bestürzter macht mich ihre Geschichte. Ich hoffe auf den Tag, an dem auch diese Kirche einen kleinen Teil ihres einstigen Prunks wieder erlangt hat. Man ist dort auf einem guten Weg. Ein schöner Altar, die wundervolle Kanzel und irgendwann einmal die Orgel, werden einen Hauch der alten Schönheit wieder in die Kirche bringen. Vom Bau her ist man auch auf einem guten Weg. Viel war und ist zu tun. So stiefmütterlich, wie die Schmächtige in Stralsund behandelt wurde, hat sie nun ein wenig Fürsorge und Hingabe verdient.

Danke an Herrn Dr. Markus T. Funk für diesen wunderbaren Vortrag über die Mehmelorgel und den Orgelbaumeister Friedrich Albert Daniel Mehmel.

 

Ins Wasser fallend …

Posted in everyday life by ricardaknits on 2011/07/02

Wasser … soweit das Auge blickt

Es ist zum Ärgern und Heulen in einem. Der Hanseat ist hart im Nehmen und Wasser macht ihm – eigentlich – nichts aus. Es nur ärgerlicher und Tränen treibend, wenn geplante Aktionen ins Wasser fallen. Das passiert, wenn man – in diesem Falle die Planer – sich auf das Wetter im Juli verlassen. Normalerweise strotzt Stralsund vor Sonnenschein. Und wenn in anderen Landesteilen Regen angesagt wird, dann kann man in Stralsund den Regenschirm getrost zu Hause lassen. Die Betonung liegt auf “normalerweise”. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Doch auf die heutige Ausnahme hätte ganz Stralsund liebend gerne verzichten können.

Heute wird das neue Freibad eingeweiht. Nach etlichen Jahren ohne vernünftigen Strand – man stelle sich vor, jetzt liegt die Stadt schon am Wasser, doch ein Strand ist faktisch nicht wirklich vorhanden, es sei denn, man fährt auf die nahe gelegenen Insel respektive Halbinseln – wurde dieses Ereignis seit Anfang des Jahres sehnsüchtig erwartet. Dann ist heute auch noch das Sundschwimmen. Seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts findet dieses Ereignis statt. Eine Masse an Leuten stürzt sich in Altefähr (auf Rügen) ins Wasser, schwimmt über/durch den Strelasund und wer als erstes in Stralsund wieder an Land klettert, hat gewonnen. Es sind 2315 m zurückzulegen – Schreck lass nach, jetzt hätte ich beinahe Kilometer geschrieben …

Dann spielt heute auch noch Schalke 04 gegen Holstein Kiel in unserem Stadion der Freundschaft. Großer Auflauf, wann kommt ein Erstligist schon mal nach Rügen, um dort sein Sommercamp aufzuschlagen. Es ist fantastisch. Trainingsspiele … Stralsund hat ein hübsches kleines Stadion.

Und dann präsentiert sich die Stadt von ihrer traurigen Seite. Es regnet seit heute Morgen. Ein auf die Haut durchgehender feiner Landregen, der kontinuierlich selbst die tauglichste Kleidung durchweichen lässt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch sehe ich für den Nachmittag eher schwarz … bzw. Regen voraus, was keine Kunst ist. Angeblich soll es ja schon heller werden. Aber was hilft die Helligkeit, wenn diese keine negativen Auswirkungen auf den Regen hat?

Und was kann man am Ende sagen? Wenn man Regen braucht, ist keiner da. Doch er kommt, wenn er kommt, meistens ungelegen. Überraschend auf keinem Fall, doch ungelegen allemal.

 

Stralsunder Hefte 2011

Posted in everyday life, litterature by ricardaknits on 2011/05/13

Die Stralsunder Hefte gehen in die dritte Runde

Ein Jahr ist vorbei und an diesem Mittwoch wurde in der Stralsunder Weilandbuchandlung Ossenreyerstraße 13/14 die neue Ausgabe der Stralsunder Hefte dem interessierten Publikum vorgestellt.

Näheres dazu gibt es hier zu lesen: Stralsunder Hefte 2011

Strickkurs

Posted in everyday life by ricardaknits on 2011/04/15

Liebe Blogleser,

Ricarda gibt es noch. Wo ist sie gewesen und was hat sie getan? Sie hat in den letzten sechs Wochen einen Strickkurs geben. Es war mein erster und ich glaube sagen zu dürfen, dass er nicht nur mir Spaß gemacht hat. Es war eine sehr angenehme Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Schauen wir mal, ob es einen weiteren Kurs geben wird. Interesse ist vorhanden, soweit ich weiß.

Leider ist dabei der Blog ein wenig ins Hintertreffen geraten. In den nächsten Tagen wird es Nachträge en masse geben. Denn auch wenn ich schon in den Wochen zuvor vor allem an Anschauungsmaterial für den Kurs gearbeitet habe, ist dabei auch einiges herausgekommen, was ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Achso: Meine Freundin in Berlin hat entbunden. Ein süßer kleiner Spatz und ich freu mich schon darauf, ihn dann leibhaftig und in Farbe zu sehen. Ihr könnt Euch also denken, dass in der nächsten Zeit einige Baby-Sachen online gehen werden. ;)

Also dann: Auf geht’s zu den Nachträgen …

On y va !

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