Wollschaft 08/2012
Strickerinnen hören von nicht strickenden Partnern manchmal recht eigentümliche Fragen – von “Sind die Löcher da Absicht?” bei einem Lacemuster über “Muss man das nachher nähen?” ist so ziemlich alles drin. Auch Fragen zu Stricktechniken oder Utensilien können recht erheiternd sein. Was ist das Lustigste, das Euch Euer Partner/Ehemann/Freund … je gefragt hat?
Vielen Dank an Martine für die heutige Wollschaf-Frage!
*gacker* Jetzt muss ich aufpassen, da mein süßer Liebling mitliest. Die niedlichste – nicht lustigste – Frage, die er mir jüngst stellte, während ich in der Küche saß und an Krümels/Bärchens Söckchen gestrickt habe: “Hmmm, sind die für mich nicht ein bisschen zu klein?”
Andere Fragen kamen bisher nicht, nur habe ich festgestellt, dass er mich furchtbar aus dem Konzept bringen kann, indem er mir lediglich beim Stricken auf die Finger schaut. Das geht so weit, dass ich die Passagen, bei denen er konzentriert und interessiert zugegen war, wieder zurückstricken musste.
Stralsund strickt
Stralsund strickt
Vor gut einer Woche, um genau zu sein am 14. Februar, stand im überregionalen Teil der Ostsee-Zeitung ein kleiner Artikel über das Stricken. Nun schon der dritte, wenn ich richtig gezählt habe.
“Stricken kommt wieder in Mode” ist nun endlich auch an der Küste angekommen und im Artikel heißt es, dass die VHS der Landeshauptstadt im vergangenen Herbst einen Kurs ins Programm aufgenommen hat. Schwerin hat endlich nachgezogen, kann man da nur sagen.
Ich hasse Eigenwerbung, doch ohne die scheint ja nichts mehr zu gehen: Im vergangenen Herbst gab es an der VHS in Stralsund bereits den 2. Strickkurs. Irgendwie freue ich mich, dass wir da ein Semester früher am Ball waren und mein Name da ins Spiel kam. Wie gesagt, ich mag Eigenwerbung überhaupt nicht. …
Natürlich ist Stricken wieder in, allerdings schon seit mehreren Jahren. Und seit mehreren Jahren geht der Trend auch vom formlosen Sacking zur figurbetonten Mode. Stricken ist schick und es ist eigentlicht traurig, dass dieser Trends erst wieder aus dem Ausland zu uns kommen musste – zumindest gefühlt.
Aber zur Rubrik Stralsund strickt. Im heutigen Ostsee-Anzeiger ganz versteckt und dennoch auf der Titelseite war zu lesen, dass auch der Frauentreff Sundine in Stralsund einen Stricktreff ins Leben gerufen hat. Er hat heute begonnen. Damit springt auch der dritte Anbieter von Kursen auf den Strick-Zug auf. Linda Wellmann natürlich mit an erster Stelle, denn in ihrem wunderbaren Strickladen “Der Wollladen”, in der Ossenreyer Straße 49 (Ost-West-Passage) trifft man sich dreimal die Woche, plaudert und strickt und lernt sowohl an Fingerfertigkeit wie auch an Erfahrung dazu. Das Schöne am Stricken: Man kommt rasch ins Gespräch und sei es auch nur, dass der Fragende dem Strickenden erklärt, das Hobby nie gemeistert zu haben bzw. lieber zu häkeln, obwohl die Mutter oder Großmutter es hatte lehren wollen.
Stralsund strickt und das ist gut. Seit Montag läuft an unserer VHS der Strickkurs “Stricken ist wieder In! (III)” Wohl gemerkt … Dritte Ausgabe und wieder sind sieben Teilnehmerinnen zusammengekommen und wollen sich kreativ verwirklichen. Da wir uns alle bereits gut kennen, gibt es auch keine Berührungsängste. Ich habe seit Herbst sogar den Eindruck, dass es gar nicht mehr wichtig oder störend ist, dass ich als Leiterin die Jüngste in der Runde bin.
Meine Teilnehmerinnen sind auf unterschiedlichem Strick-Niveau, so trifft der Anfänger auf den routinierten Strickenden und umgekehrt. Es gibt immer etwas zu erzählen und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Es macht einfach Spaß, den Kurs zu leiten und meinen sehr interessierten und tatsächlich auch hoch konzentrierten Teilnehmerinnen bei ihren Projekten unter die Arme zu greifen, ihnen neue Möglichkeiten zu eröffenen, die Freude am Stricken mit auf den Weg zu geben und nicht nur das, sondern zu sehen, wenn wieder eine Hürde gemeistert wurde. Stolz präsentierte mir eine der Anfängerinnen am Montag Schal und Mütze, die sie im letzten Kurs begonnen hatte und mit viel Geduld zuende brachte.
Das Projekt, von dem Ravelry bereits weiß, werde ich hier demnächst auch vorstellen. Wir hatten uns im letzten Kurs mit drei Teilnehmerinnen darauf geeinigt einen Pullover nach einer ONLine-Anleitung zu fertigen. Es soll ein Kimono-Pullover werden, bei dem der gesamte Körperbereich in einem Stück gefertigt wird. Abschließend, nachdem die Seiten-/Ärmelnähte geschlossen wurden, werden sowohl Kragen als auch Bündchen angestrickt. Klingt einfach und ist es auch für den routinierten Stricker und die routinierte Strickerin. Kompliziert wird es für jemanden, der noch nie mehrere Maschen auf einmal im Prozess des Strickens aufgenommen hat. Am Pullover kann man die unterschiedlichen Arten der Maschenzu- und -abnahmen erklären, zeigen und schließlich auch anwenden. Zudem ist das Ganze auch ein Geduldspiel, denn bei über 250 Maschen auf den Nadeln kann so mancher Geduldsfaden reißen. Wenn der Kimono-Pullover, zumindest meiner, denn als Leiterin habe ich mich dazu “verdonnern lassen” diesen mitzustricken, werden natürlich Bilder kommen. Aber ich warne gleich: Sie werden Apfelgrün.
Stralsund strickt. Und das ist gut. Aber die Frage ist, ob sich dieser Trend auch im Sommer fortsetzen wird, an der Küste, ob unsere strickende Bevölkerung den Mut aufbringt, im Café Nadel und Garn auszupacken und “draufloszunadeln”. Im Zug gelingt es mir jedenfalls schon recht gut, die Nadeln glühen und das Gespräch ist rasch da.
“Meine Mutter hat gestrickt und es immer versucht, mir beizubringen. Aber ich wollte es nie lernen, aus Trotz. Jetzt bin ich zu alt”, erklärte mir eine Frau Ende fünfzig, die mit ihrer Enkelin auf Reisen war. Meine Reaktion: “Versuchen Sie es doch, wenn Sie Interesse haben und es wirklich wollen, dann setzt das Alter keine Grenze.” Naja, die Wege trennten sich dann, als sie und ihre Enkelin ausstiegen.
Neugierde und Interesse sind immer vorhanden. So ertappe ich mich bei jedem Schaufensterbummel dabei, dass ich vor gestrickten Sachen stehen bleibe, sie genau mustere und mich fragen, wie wurde das gemacht? Die meisten zu kaufenden Stricksachen sind rasch enttüftelt. Grobe Maschen, grobe Zöpfe, schlichter Schnitt, schlichtes Lochmuster, das ein dutzend Mal gesehen wurde, richtig raffiniert ist – meiner Erfahrung nach – eigentlich das, was man selbst arbeitet. Ein Touch Individualität macht jede Stricksache zu etwas ganz Besonderen, zu einem Unikat.
Also: Ran an die Nadeln. Auch für den Sommer gibt es schöne Dinge, die von den Nadeln hüpfen können.
Von Mustern und anderen patenten Dingen
Von Mustern und anderen patenten Dingen
Es gibt beim Stricken schummeln? Es gibt ein Schummelpatent? Was es bei euch nicht alles gibt … so oder so ähnlich reagierte mein Liebling, als ich ihm davon berichtete, dass ich für den neuen Strickkurs an unserer hiesigen VHS einige Muster brauche und aus diesem Anlass gerade Musterproben stricke. Wie eine Verrückte, um genau zu sein. Im letzten Kurs kam die Frage nach Patenten und dem Patentmuster.
Ich erinnerte mich daran, in meinem ganzen Leben lediglich einmal ein Halbpatent gestrickt zu haben und dass dieser Pullover schon lange den Weg alles Irdischen gegangen ist. Es war ein wunderbar weicher, sehr warmer Pullover, allerdings hatte die Wolle nach einen Jahr ihren Geist aufgegeben und sah einfach nur noch traurig und nicht mehr fröhlich aus. Dieser Pullover war ein Raglan-Pullover, der von unten gestrickt wurde und einen schönen dicken flauschigen Rollkragen hatte. In den letzten beiden – ich meine drei – Wintern hätte man so einen tollen Pullover schon benötigen können.
Jedenfalls stand ich mit den Patenten diversester Ausprägung so ziemlich auf Kriegsfuß. Wobei Kriegsfuß eine arge Übertreibung ist, denn die Tatsache war, ich habe sie einfach nicht gestrickt. Sie benötigte mir zu viel Wolle. Für Schals habe ich ein modifiziertes sehr falsches Patent gestrickt, was eher einem: *1 li, 1 M mit hinter der Masche liegendem Faden li abheben, ab * fortlaufend wdh, wenden, abgehobene Maschen li stricken, rechte Maschen re stricken, wenden *1 li, 1 M mit hinter der Masche liegendem Faden li abheben … glich. Patent sieht anders aus, die Schals kamen jedenfalls gut an. Ich habe heute noch zwei davon im Schrank.
Gefühlte 250 Musterproben habe ich nun gestrickt, alles diverse Patentmuster. Um einen Überblick und vor allem einen roten Faden durch die verschiedenen Varianten der Patente zu bekommen, war mir www.nadelspiel.com sehr hilfreich. Ein netter Überblick, wobei ich mich auf die traditionellen Muster beschränkt habe und die Neuerungen außen vor ließ, mit schönen, leicht verständlichen Videos. Für den Strickanfänger geeignet. Warum ich mich darauf herumgetrieben habe? Wegen des Schummelpatents natürlich, das ich dort nicht gefunden habe. Ich habe mich dann da ein wenig festgelesen und geschaut und jene Vielfalt an Patenten wahrgenommen, die die meisten Strickmuster-Bücher nur erahnen lassen. Aber … Wenn jedes Mal, wenn ich einen Wechsel aus Umschlag und normalen Maschen bzw. Zusammengestrickten Maschen arbeite, ein Patentmuster entsteht, dann frage ich mich, ob wir überhaupt noch etwas anderes als Patentmuster stricken … ausgenommen Glattrechts/-links, Perlmuster oder Rippenmuster. Also beließ ich es als Anregung und als Auffrischung der diversen Patente und habe mich auf zwei Fassungen des Schummelpatent festgelegt.
Musterproben sind mittlerweile von folgenden Mustern entstanden:
- Vollpatent
- Glattpatent – reines Patent
- Netzpatent – kleines Netzpatent
- Waffelpatent – großes Netzpatent
- Perlpatent
- Moospatent
- Schummelpatent – falsches Patent, in zwei Varianten (man kann eben vielseitig schummeln,
)
Bei Patenten soll es aber nicht bleiben. Ebenso wird es einen Einblick in malerische Ajourmuster und “pseudo”-Ajourmuster geben.
- Spanisches Lochmuster – Frostflower
- Himbeermuster – Raspberrypattern
- schlichtes Ajourmuster … (nach oben geöffnete Dreiecke)
- Ajour-Rippen, die bereits beim Spanischen Lochmuster von Bedeutung sind
Ob es ankommt oder nicht sei erst einmal dahin gestellt. Die Patente sind gearbeitet, die Löcher müssen noch gestrickt werden, doch das wird was, das habe ich im Gefühl.
Was ich beim Herumkramen in meinen sehr frühen Stricknotizen gefunden habe, hat mich doch erstaunen lassen. Zu Vorwende-Zeiten hatte ich eine Freundin, die bereits mit elf Jahren eigene Pullover strickte … Gott, war ich neidisch … und sie hat aus Zeitungen stets Muster abgemalt und ich durfte sie dann von ihr abmalen. Jedenfalls habe ich in den zerfledderten Blättern (Papyros, der Gott des Papiers sein ihrer Schnipsel gnädig) einige Muster gefunden, die heute so herrlich klangvolle Namen haben wie: Cozy, Branching Out, Dayflower … etc. Bei uns hießen sie damals: Ajourmuster 10, 14 oder 5. Wir Deutschen sind ja so was von sachlich … Fantasielos kann ich nicht sagen, denn diese ist vorhanden und Kreativität auch, aber was die Benennung betrifft … Eisblumen hören sich doch schöner an als Spanisches Lochmuster. Letzteres klingt nach der Spanischen Inquisition. >.>
Langer Rede kurzer Sinn: Ein Bereich des Kurses wird das Stricken von Mustern sein. Ich weiß aber schon jetzt, dass mein ganzes Konzept wieder nur für den Beginn war und ich nur die Hälfte von dem verwirklichen können werde, was ich geplant habe, da meine Kursteilnehmerinnen allesamt auf unterschiedlichem Strickniveau zu Hause sind. Daher erübrigt sich eigentlich ein Konzept.
Ich muss noch überlegen, wie ich das Ganze präsentiere. Vermutlich erst einmal in einer Schachtel mit kleinen Papieretiketten am Rand …
Btw: Habt ihr das hier schon gesehen? Wow, Martine, es ist beeindruckend, was du an Energie und Zeit in dieses Projekt gesteckt hast.
Sassnitz – im Winter
Sassnitz – in Winter
Wenn ich mir den diejährigen späten Januar und frühen Februar ansehe, fällt mir wie von selbst ein Gedicht von Matthias Claudius ein:
Der Winter ist ein rechter Mann
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im freien an
und läßt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
Matthias Claudius wusste schon, wovon er schreibt. Die Temperaturen zeigen doch gerade, wie hart und unerbittlich der Winter sein kann. Als der Wetterbericht vor einigen Wochen diese sibirische Kälte androhte, war mein einziger Gedanke … Autsch, das wird hart, da doch kein Schnee liegt. Mit Schnee lässt sich alles ein wenig leichter ertragen, mit Schnee und mit Sonne. Natürlich im Idealfall. An Tote dachte ich nicht und auch nicht an andere schreckliche Begleiterscheinungen, die Eis und Schnee und anhaltende Temperaturen weit unter dem Null-Punkt mit sich bringen könnten.

Nach den dunklen Tagen im Dezember und Januar. Als sich der Winter in unseren Breitengraden von seiner nicht gerade schönen Seite zeigte, ein Regenhusch den anderen jagte, die Sonne uns zu vergessen haben schien und Nebel sich wie eine Dunstglocke über die Region legte, da kamen mir Sonne und Kälte gerade recht. Am Morgen genau zu wissen, dass man Ziebelschichten auf dem Körper braucht, Handschuhe, Schal und Mütze den Aufzug erst komplettieren, die dicken Stiefel gut eingefettet die einzig richtige Wahl sind und man beim ersten Schritt vor die Tür nicht erst rätseln muss, ob es Winter, Herbst oder Frühling sind, hat seine Vorteile. Wenn man im Restaurant genau weiß, dass heiße Schokolade, heißer Tee oder heißer Sanddornsaft zur Auswahl stehen und ein Blick in die Karte gar nicht notwendig ist, macht den Besuch einer solchen Lokalität um Längen entspannter. Die Hauptsache ist: Das trübe Wetter hat sich endlich entschieden und zeigt ein wenig Konformität. Sobald die Sonne herauskam, lebte ich förmlich wieder auf. Ich bin ein Sommerkind. Ich bin ein Löwe. Ich bin ein Küstenkind. Und ich brauche Licht.
Licht ist etwas Wunderbares. Wenn Weihnachten vorbei ist und am 07.Januar sämtliche Lichter der Weihnachtszeit verschwunden sind,
wird einem erst so richtig bewusst, dass der lange Winter erst begonnen hat. Sicher: Die Tage werden bereits länger, doch man merkt noch nicht wirklich etwas davon. Man sehnt sich nach Licht und was das Faszinierende an der Sache ist, es geht den meisten Menschen so. Es ist erstaunlich, wie gut besucht Ausflugsziele am Wochenende sind, wenn trotz Schnee, Eis und Kälte die Sonne ihre dominierende Rolle spielt.
An diesem Wochenende kam ich nicht zum Stricken, da ich mit meinem Herz einen Ausflug nach Sassnitz gemacht habe. Eine atemberaubende Kulisse. Am frühen Nachmittag brachte uns der Zug von Stralsund über Lietzow nach Sassnitz. Wir fuhren durch Schneeschauer und fürchteten schon, dass der Ausflug keine gute Idee sein würde, bis wir in Sassnitz den Zug bei herrlichem Sonnenschein verließen. Wir wanderten durch den Schnee, am Hafen entlang, über den wir am Sonntagabend hörten, er und der benachbarte Hafen von Mukran seien die einzigen eisfreien Häfen, im Gebiet von Vorpommern. Nunja, ich erinnere mich an Eisschollen im Sassnitzer Hafen und auch daran, dass sie sich leise bewegten und nur Möwen sich auf ihnen halten konnten. Eisfrei ist relativ, dachte ich mir. Wir wanderte den Hafen entlang und dachten uns, eine heiße Schokolade müssen wir uns erst verdienen und maschierten promt die längste Außenmole Europas ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sassnitzer Außenmole misst sage und schreibe 1450 Meter! Hin und zurück sind wir also gut 3 Kilometer gelaufen, von denen der Rückweg eine wahre Tortur war. Gegenwind, der ins Gesicht peischt und keine Ruhe lässt. Die Mauer, die die Außenmole gen Norden von der offenen See trennt, war teilweise zentimeterdick vereist. Das Leuchtfeuer am Ende trug einen Eispanzer. Die Wolken, die im Hintergrund mit Schneeschauern drohten, drohten nur und verschwanden auch
wieder. Die Sonne zeigte sich auch beim Untergehen von ihrer schönsten Seite.


Es war ein wunderschöner Tag.
Das Wollschaf
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