Still (1)
Still – Der Anfang
Am Anfang war schlicht und ergreifend der Wunsch, einen weiteren Pullover gestrickt aus der wunderbaren Merino von Lana Grossa zu haben und ihn nicht nur zu haben, sondern auch zu stricken. Still hat mir vom ersten Augenblick gefallen, noch bevor ich “Thrown Together” im Regal stehen hatte. Ich würde ja gerne zum Buch und zum Pullover verlinken, doch wie die die Dinge liegen, hat Kim Hargreaves diese Kollektion von ihre Homepage nehmen lassen. Für alle Ravelry-Mitglieder daher diese Links: Still und Thrown Together. Still wird folglich das zweite Muster diese Kollektion sein, denn auch Beatrix gehört dazu.
Nach der Idee war es zur Umsetzung nicht mehr weit, zumindest zu den einleitenden Schritten. Die Wolle wurde gemeinsam mit Linda (von “Der Wollladen” in Stralsund) und meinem hauseigenen Stilberater getroffen und gewonnen hat ein wunderbares Blau, das unterschwellig in ein duftiges sehr helles violett hineingeht. Beinahe ein Hauch von Rauch, wenn der Nebel in einen strahlenden Morgen entweicht und noch ein Hauch der Kühle der Nacht in diesen Farben schimmert. … Nein, ich lese zurzeit weder Gedichte noch Dramen von Shakespeare.
Im Gegenteil, ich klebe gerade an Commissario Brunettis zweitem Fall.
Also: Farbe ausgewählt und von Linda bestellt. Seit gestern steht dieser verführerische Lana-Grossa-Karton neben mir und lockt, doch noch muss ich ein wenig eisern bleiben, denn zum einen sitze ich an einem Paar Hanfschuhe, das zu Vivienne passen soll – schließlich sind noch gute anderthalb Knäule von dieser Nuance – und zum anderen soll auch die Decke nicht zu kurz kommen. Zudem hat sich eine Freundin noch ein Paar Schmusesocken gewünscht, die ich nach anfänglicher Planung mit BabyCotton von LangYarns nun doch in BravoBaby von Schachenmayr stricke, auch ein Paar für mich.
Insofern muss Still noch ein wenig warten, auch wenn es in den Fingern kitzelt.
Das heißt aber nicht, dass man sich nicht schon so seine Gedanken über die Ausführung gemacht hat. Ich werde Still bis zur Brust bzw. bis zur ersten Abnahme für die Ärmel identisch mit Vivienne stricken. Es ist schließlich derselbe Körper der bestrickt wird und die gleiche Wollqualität. So kann nichts schief gehen. Zudem spare ich mir das Umrechnen auf die Maschenprobe für einen Großteil der Arbeit. Umgerechnet und angepasst wird erst ab der Brustlinie und für die Ärmel. Das wird dann schon gutgehen. Das hat bei Vivienne auch geklappt. Zudem werde ich die Teile auch wieder parallel stricken. Sobald ein Knäul aufgebraucht ist, wird mit dem neuen Knäul das Pendant begonnen. Es ist für mich ein effizienteres Arbeiten. So vermeide ich das “Zweite-Ärmel-Syndrom”, “Zweite-Socken-Syndrom”, “Vorderteil-Syndrom” etc. Hilft wirklich, weil ich den Eindruck habe, schneller voranzukommen.
Bilder gibt es, wenn die Single-Sachen verparrt wurden.
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