Vivienne (2)
Vivienne – Fortschritt oder gar Endspurt?
Ich glaube, es ist so weit, die erste herbstliche Erkältung hat mich erwischt. Gliederschmerzen, leichtes Kratzen im Hals, Niesen im Akkord und allgemeine Mattigkeit. Kann ich gar nicht brauchen. Also, ran an den Tee und schlürfen. Echt blöde, dass ich heute Abend noch einen Termin habe. Zurzeit habe ich eher das Bedürfnis, mich auf das Sofa zu legen und zu schlafen. Geht aber nicht. Ich nutze einfach mal die kurze Pause, die ich gerade mache, um die Gedanken ein wenig zu ordnen, eine neue Tasse Tee zu machen und über das Stricken von Vivienne zu philosophieren.
Als ich mit Vivienne begonnen habe, dachte ich nicht, dass sich die kleine Maus als so pflegeleicht entpuppen würde. Es geht ja wohl ratzfatz. Mittlerweile sind folgende Teile fertig: Rückenteil, Vorderteil und rechter Ärmel. Der linke Ärmel bracht nur noch 20 Reihen und schon ist Kraus-Rechts-Passage erreicht und es geht mit den Raglanabnahmen los. Abgekettet habe ich die Maschen nicht, auch wenn die Anleitung es vorschreibt, doch aus Erfahrung weiß ich, dass ich gerade im Schulter- und Ausschnittbereich die durch das Aufnehmen neuer Maschen entstehenden Nähte nicht mag und sehr sehr unangenehm finde. Sie drücken und beengen und sie rutschen ständig nach oben, ohne dass sie dort etwas zu suchen hätten. Total doof. Daher lege ich die Maschen lieber still, nähe dann zusammen (wie gefordert) und nehme sie dann wieder auf.
Schauen wir mal, wann Vivienne beendet ist. Photos gibt es keine. Die Einzelteile sind auch total unspektakulär
und ruhen zudem in dem super-duper-tollen Karton von Lana Grossa, den mir Linda mitgegeben hat.
Also, Photos gibt es später. Das Licht ist ohnehin suboptimal.
Bis dahin *nies* …
Vivienne (1)
Vivienne
Angeschlagen wurde Vivienne am 10. September 2010 und das, obwohl ich die Wolle bereits am 05. September bei Linda Wellmann im Wollladen abgeholt habe. Ein traumhaftes Rot, das ein wenig an Kirsche oder Rubin erinnert, jedoch mit einem schwachen blauen Hintergrundton aufwartet. Hach, es ist so schwer zu definieren, denn Farben sieht ja jeder anders. Na egal, ich liebe diese Farbe und bin Linda und meiner Mutter sehr dankbar, dass beide wie auf Stichwort “ja” zu dieser Farbe sagten. Ich selbst hätte wahrscheinlich eine andere genommen, aber auch nur, weil ich mir in solchen Dingen immer etwas unsicher bin, und im Nachhinein hätte ich mich garantiert geärgert. Jedenfalls: Danke Linda, danke Mum.
Bevor ich Vivienne angeschlagen habe, kam natürlich die Maschenprobe. Seit einiger Zeit habe ich bereits mit CoolWool 2000 von Lana Grossa geliebäugelt und mir bereits im Sommer ein Probeknäul gegönnt. Mit diesem habe ich dann am 05. September die Maschenproben gemacht und hoffe, mich nun nicht verrechnet zu haben. Wenn das doch der Fall ich, bete ich, dass ich nur die Raglanpasse aufmachen muss. Das weiß ich spätestens, wenn ich beim Rückenteil weiterstricke.
Angeschlagen wurde Vivienne mit der 3,5 und nachdem ein Knäul aufgebraucht war, habe ich mir gedacht, bevor ich wieder die Krise kriege, weil sich das Vorderteil so sehr zieeeeht (von der Strickzeit), schlage es doch auch gleich an und stricke eben Knäulweise. Gesagt getan und es klappt hervorragend. Zumal Vorder- und Rückteil bis zur Raglanpasse identisch sind.
CoolWool 2000 strickt sich wunderbar schnell und sehr gefällig. Hier noch ein Bild. Demnächst gibt es mehr, wenn ich bei Tageslicht fotografiert habe.

Vivienne, Stand 15.09.2010
Schuhe – Shoes
Schuhe – Shoes
Heute keine Bereichte über die Strickfortschritte, nur so viel: Vivienne ist am 10.09. angeschlagen worden, nachdem ich am 05.09. die Maschenprobe gemacht habe und bis zum 10.09. brauchte – wohl gemerkt, am 10.09. kam die Motivation – die in der Vorlage angegebenen Maße und Maschen und Reihen der Maschenprobe gemäß umgerechnet habe. Die Wolle ist Merino CoolWool 2000 von Lana Grossa. Sie strickt sich herrlich. Bilder dazu kommen später und nun zum eigentlichen Thema.
Es regnet und aus lauter Frust über das Wetter habe ich mir ein Paar Schuhe gekauft. Nun, daran ist nichts Besonderes. Es sind eben … Schuhe. Hübsche Schuhe. In der Größe 36. Und darum geht es. Um die Größe. Keine Panik, keine Beschwerden! Warum auch? Wenn man mit Größe Puppenschuh durch die Welt geht, dann hat man keinen Grund, sich zu beschweren. Beschweren darf man sich, wenn die BH-Größe die Größe Mückenstich nicht überschreitet.
Also Größe Puppenschuh. Allerdings war ich doch etwas verwundert. Nun trage ich nämlich seit einigen Jahren, seit gut 18 Jahren um genau zu sein, die Größe 37. Sie passt, wackelt, hat Luft und nur bei richtig dicken Socken wird es etwas knapp. Nun also Größe 37 anprobiert und … huch, da der Fuß ja herausgerutscht. Hmm, doch Größe 36? Einfach mal angezogen und: Siehe! Er passt! Wahnsinn.
Nun bin ich von Natur aus eine recht wissbegierige Person. Also habe ich meine Verwunderung über die kleinen Füße – sie sind ja nicht geschrumpft! – zum Ausdruck gebracht. Antwort der sehr sehr netten Dame: “Alle paar Jahre werden die Füße neu vermessen und da der Mensch immer größer wird und sich das auch auf die Füße erstreckt, passt man die Konfektionsgrößen in Sachen Fuß/Schuh immer wieder mal an. Daher ist die Größe 36 bei einigen Firmen und Marken eigentlich die Größe 37 und die neue 37 eigentlich eine 38 und so weiter.” Aha! Wieder etwas dazu gelernt.
Da kann ich nur eines sagen: Zum Glück sind die Maßtabellen von Regia fürs Sockenstricken noch nicht auf die neuen Normen angeglichen worden. Wäre ja schlimm, wenn im Schrank jetzt lauter zu groß gestrickte Socken liegen und meine Schwester mit ihrer alten Größe 38 und nun mehr neuen 37 auf die Idee kommt, die Socken in der 37 aus meinem Schrank zu entwenden. …
Also: Wenn eine Größe kleiner heißt es nicht automatisch, dass die Füße geschrumpft sind oder der Aschenputteleffekt in Form von abgehauenen Zehen und Fersen zum Tragen kommt, sondern dass die Hersteller wieder einmal an den Größe herumgetrickst haben.

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